Vorsichtige Erleichterungen in Bayern

Bayern lockert die Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus minimal: Künftig ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Änderung, mit der Bayern auf die bundesweit vorherrschende Linie einschwenkt, gab Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München bekannt.

 

In der Corona-Krise sollen ab dem 27. April auch in Bayern Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder nun an. Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen sind von der Quadratmeter-Grenze ausgenommen. Schon ab 20. April dürfen Bau- und Gartenmärkte und Gärtnereien wieder öffnen.

 

Ab dem 4. Mai sollen dann auch Frisöre öffnen dürfen, Voraussetzung sei auch hier, so Söder, ein Maskengebot. Gastronomen und Hotels müssen aber auch weiter geschlossen bleiben. Großveranstaltungen sollen, wie auch im Bund, bis zum 31. August ausgesetzt werden.

 

Söder: Erwägen Maskenpflicht, wenn Gebot nicht reicht

 

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sollen Menschen in Bayern Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Sollte das nicht ausreichen, „erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht“, so Söder.

 

Vorerst gebe es aber nur ein Gebot, an das sich auch Geschäftstreibende halten müssten. Bei den sogenannten Community-Masken gehe es nicht um medizinische Masken, betonte Söder. Sie schützten einen selbst nicht vor einer Ansteckung – aber davor, andere womöglich zu infizieren.

 

Gottesdienste in Bayern frühestens wieder ab Mai möglich

 

In den kommenden Wochen werden Gottesdienste in Bayern wegen der Corona-Krise weiter nicht möglich sein. „Ab Mai halten wir Gottesdienste für möglich“, sagte Söder. Final sei dies aber noch nicht entschieden, wie bei allen anderen Maßnahmen müsse die aktuelle Entwicklung bei den Infektionen beachtet werden.

 

Sommerurlaub im Ausland heuer unwahrscheinlich

 

Ein Sommerurlaub im Ausland ist wegen der Corona-Pandemie nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder heuer wohl nicht drin. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich ist, schätze ich aus gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich ein“, sagte Söder. „Das ist bei der Situation in den Ländern um uns herum, unseren klassischen Urlaubsländern, die wir haben – Spanien, Italien oder Frankreich oder Türkei – eher unwahrscheinlich.“ Deswegen könne sich die Gastronomie und Hotellerie, sofern die Beschränkungen im Inland bis dahin weiter gelockert werden könnten, im Sommer auf einen ziemlichen „Run“ einstellen. So mancher Verlust aus den derzeitigen Wochen könne dadurch vielleicht aufgeholt werden.

 

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(sk/dpa)

 

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