Stadler – tv.ingolstadt https://www.tvingolstadt.de Mon, 11 Jan 2021 16:39:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Audi-Prozess: Aussage von Ex-Chef Stadler erwartet https://www.tvingolstadt.de/2021/01/audi-prozess-aussage-von-ex-chef-stadler-erwartet/ Mon, 11 Jan 2021 16:39:51 +0000 https://www.tvingolstadt.de/?p=32950 Rund drei Monate nach Beginn des Betrugsprozesses gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler und drei Ingenieure will sich der prominenteste Angeklagte erstmals selbst äußern. Das Landgericht München erwartet Stadlers Einlassung am Dienstagvormittag (ab 09.15 Uhr).

Die drei Motorentwickler sollen mehr als 400 000 Dieselmotoren ab 2008 so manipuliert haben, dass sie Abgastests bestehen, auf der Straße aber mehr Stickoxide ausstoßen. Stadler soll zwar erst nach Aufdeckung des Skandals durch die US-Umweltbehörde im September 2015 von der Sache erfahren, aber Produktion und Verkauf manipulierter Autos in Europa erst später gestoppt haben.

 

Damit habe er sich des Betrugs, der mittelbaren Falschbeurkundung und der strafbaren Werbung schuldig gemacht, so die Staatsanwaltschaft. Stadler bestreitet das; er sieht sich von den Motorentwicklern hinters Licht geführt. Sein Verteidiger Thilo Pfordte hatte moniert, dass sein Mandant voraussichtlich zwei Jahre lang auf der Anklagebank sitzen müsse, obwohl die Vorwürfe gegen ihn viel weniger schwer seien als die gegen die Mitangeklagten.

 

Das Gericht lehnte eine Abtrennung des Verfahrens jedoch ab, denn es gehe um mögliche Straftaten über mehrere Hierarchieebenen hinweg. Seit Prozessbeginn Ende September hatten sich alle Verteidiger sowie die drei Mitangeklagten bereits ausführlich geäußert, so wie es der Verhandlungsplan des Gerichts vorsah. Wegen der Verschärfung der Corona-Regeln war Stadlers Vernehmung von Dezember auf Januar verschoben worden. Die Kammer hat Verhandlungstermine bis Dezember 2022 angesetzt.

 

(dpa)

Prozessauftakt zum Audi-Dieselskandal

 

 

Stadler-Anwälte fordern Abtrennung des Verfahrens

 

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Antrag auf Abspaltung abgelehnt https://www.tvingolstadt.de/2020/10/antrag-auf-abspaltung-abgelehnt/ Tue, 13 Oct 2020 15:34:25 +0000 https://www.tvingolstadt.de/?p=24999 Am 4. Verhandlungstag im Audi Prozess wurde heute über eine Abtrennung des Verfahrens gegen Rupert Stadler entschieden. Die Anwälte Stadlers hatten vergangene Woche eine Abtrennung gefordert, da ein Großteil der vorgeworfenen Handlungen ausschließlich die drei Mitangeklagten betreffe. Die Anklageschrift umfasst 92 Seiten- Die Vorwürfe gegen den Audi Ex Chef Rupert Stadler finden sich erst auf Seite 86. Jetzt hat die Wirtschaftskammer des Landgericht München 2 entschieden, dass das Verfahren nicht aufgespaltet wird. Es sei „zweckmäßig“, das Verfahren gemeinsam weiterzuführen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Weickert. Stadlers Rechte würden dadurch nicht übermäßig eingeschränkt. Ein Mitangeklagter Motorenentwickler hatte die Konzernführung heute erneut belastet. Der Prozess wird bereits morgen fortgesetzt.

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Audi Prozess – Ingenieur belastet Stadler https://www.tvingolstadt.de/2020/10/audi-prozess-ingenieur-belastet-stadler/ Tue, 06 Oct 2020 11:47:48 +0000 https://www.tvingolstadt.de/?p=24386 „Alle wussten Bescheid“ – Im zweiten Prozesstag im Audi-Dieselprozess kam es bei den Aussagen der Angeklagten zu gegenseitigen Beschuldigungen. Am Vormittag äußerten sich die Verteidiger von drei der insgesamt vier Angeklagten.

 

Um 9:19 Uhr eröffnete Richter Stefan Weigert den zweiten Verhandlungstag im Audi-Diesel-Prozess vor dem Münchner Landgericht. Schon im Vorfeld war klar: Es wird zu gegenseitigen Schuldzuweisungen der Angeklagten kommen.

 

Den Anfang machte der Mitangeklagte und ehemals leitende Motorentwickler Giovanni P., er lies über seinen Anwalt Walter Lechner verlauten:

 

„Herr P. wurde zu einer Galionsfigur dieses Prozesses!“ Er leide psychisch und physisch. Er wurde behandelt „als hätte P. die Entscheidung getroffen, diese Diesel-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen“.

 

Jeder habe zu allen Zeiten gewusst, dass auf Rolle und Straße unterschiedliche Werte herausgekommen seien, so Lechner weiter. Sämtliche Anweisungen seien von der Konzernspitze gekommen. Damit belastete der Motorenentwickler auch den früheren Audi-Chef Rupert Stadler.

 

Stadler-Anwälte fordern Abtrennung des Verfahrens

 

Wiederspruch kam von Seiten des ehemaligen Motoren-Entwicklungschefs Wolfgang Hatz.

 

„Herr Hatz wurde zu keinem Zeitpunkt über Manipulationen informiert“, sagte dessen Verteidiger Gerson Trüg.

 

Stadler soll den Verkauf betroffener Fahrzeuge in Europa nicht gestoppt haben, obwohl er spätestens seit 2015 vom Skandal wusste, so der Vorwurf. Es wird mit einem Verfahren bis Dezember 2022 gerechnet.

 

(sk)

 

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