Söder: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern

Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.

 

Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

 

Ministerpräsident Markus Söder will im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie keine Verzögerungen. „Corona hat unser Land fest im Griff“, sagte er am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in München. Die Zahlen in Bayern entwickelten sich nicht gut. „Ich und wir können nicht verantworten zu warten.“ Jeder Infizierte, jeder Tote sei einer zu viel.

 

Die Zahl der Infizierten sei seit Donnerstag um mehr als 35 Prozent, 817 Fälle gestiegen. Die Zahl der Toten sogar um 50 Prozent auf 15, sagte Söder. Die Infektionsketten seien praktisch nicht mehr nachvollziehbar. Es seien hohe Wellen an Infektionen zu erwarten, in Deutschland vielleicht im Millionenbereich. „Wir bekommen, wenn wir nicht aufpassen, eine ähnliche Tendenz wie in Italien und Frankreich.“

 

Die Polizei werde die Einhaltung der Auflagen kontrollieren. Bei Verstößen drohten „hohe Bußgelder“, so Söder.

 

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