ERC Geschäftsführer: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht“

Wie die Deutsche Eishockey Liga, kurz DEL, mitteilte, gibt es in diesem Jahr keinen Deutschen Meister. Die Saison wird als Folge der Ausweitung des Corona Virus vorzeitig abgebrochen. Die DEL sieht sich durch das erlassene Verbot von Großveranstaltungen zu diesem Schritt gezwungen.

 

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) sieht sich gezwungen, die aktuelle Saison mit sofortiger Wirkung vorzeitig zu beenden. Die anstehenden Playoffs können nicht mehr durchgeführt werden. „Grund dafür sind die Verbote diverser Bundesländer, Großveranstaltungen wie Spiele der DEL mit mehr als 1000 Zuschauern stattfinden zu lassen. Die DEL folgt damit auch den offiziellen Empfehlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Gesundheitsminister Jens Spahn, die nun in den behördlichen Verboten umgesetzt wurden.“, so die offizielle Meldung.

 

ERC Geschäftsführer, Claus Gröbner, teilte auf die Entscheidung der DEL mit:

 

„Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht, dass wir die Playoffs, die schönste Zeit im Eishockey-Jahr, nicht bestreiten können. Im Sport arbeitet man, um sich mit den Gegnern zu messen und in den Wettkampf gehen zu können. Diese Möglichkeit haben wir nun leider nicht mehr. Vor allem vor dem Hintergrund, dass wir mit der Serie gegen die Augsburger Panther eine emotionale und packende Derby-Serie vor der Brust hatten, ist es für Spieler, Fans und alle Beteiligten natürlich eine Enttäuschung.

 

Gleichzeitig gilt es aber auch festzuhalten, dass die vorzeitige Beendigung der Saison die einzig richtige Entscheidung war. Nach den Empfehlungen der Bundesregierung und den daran anschließenden Erlassen und Verboten der jeweiligen Länder war dieses Vorgehen quasi unausweichlich. Die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten stehen an oberster Stelle.

 

Eishockey lebt sehr stark von Emotionen. Noch mehr in den Playoffs. Ohne Fans sind Eishockeyspiele daher einfach nicht vorstellbar. Nach den Prognosen der Experten war es zudem unwahrscheinlich, den Spielbetrieb – auch ohne Zuschauer – für weitere sechs Wochen aufrechterhalten zu können.

 

Natürlich ist uns durch das vorzeitige Saisonende ein immenser finanzieller Schaden entstanden. Von der Politik wurde Hilfe für kleine und mittelständische Unternehmen angekündigt, zu denen auch wir gehören. Daher hoffen wir, dass wir dahingehend finanzielle Unterstützung bekommen.“

 

Die DEL unterstützte ihre Aussage unterdessen:

 

„Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs , Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid. Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus“, so Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL.

 

Aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Saison gibt es in diesem Jahr keinen Deutschen Meister. Als Hauptrundensieger vertritt der EHC Red Bull München gemeinsam mit den Adlern Mannheim, den Straubing Tigers und den Eisbären Berlin die DEL in der Champions Hockey League (CHL 2020/21).

 

Der ERC teilt folgendes mit:

 

Infos zur Ticketrückgabe:

 

Dauerkarteninhaber, die die Playoff-Option gebucht haben, müssen selbst nicht aktiv werden. Vom ERC Ingolstadt werden keine Lastschriften eingezogen. Inhaber von bereits gekauften Einzeltickets erhalten ihr Geld unter Vorlage des Originaltickets an der Vorverkaufsstelle zurück, an der sie die Tickets erworben haben. Tickets, die am Sonntag an der Tageskasse der Saturn-Arena gekauft wurden, können am Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 13 sowie von 16 bis 18.30 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr in der ERC-Geschäftsstelle (Bei der Arena 5) zurückgegeben werden. Tickets die im Fairplay Hockey Shop oder im SATURN am Westpark gekauft wurden, können dort ebenfalls ab morgen zurückgegeben werden.

 

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