Audi-Betriebsratschef kritisiert Konjunkturpaket

Audi-Betriebsratschef Peter Mosch hat das Konjunkturpaket der Bundesregierung kritisiert. Bei den Kaufanreizen für Autos gebe es „einen entscheidenden Schönheitsfehler: Die einseitige Fokussierung auf E-Fahrzeuge geht an den Kaufoptionen der Kunden vorbei und wird auf dem Markt aktuell keinen kräftigen Nachfrage-Impuls für die heimische Automobil- und Zulieferindustrie setzen können“, so Mosch.

 

Audi beschäftigt in Ingolstadt und Neckarsulm 60.800 Mitarbeiter. Aktuell sind immer noch fast 15.000 davon in Kurzarbeit: 9.200 in Ingolstadt und 5.700 in Neckarsulm, wie ein Unternehmenssprecher sagte.

 

Im Stammwerk Ingolstadt läuft die Produktion auf der Montagelinie 1 (Modelle A4 und A5) bis Ende Juni nur im Ein-Schicht-Betrieb, auf der Linie 2 (Modelle A3, A4 und A5) im regulären Zwei-Schicht-Betrieb und auf der Montagelinie 3 (Modelle A3 und Q2) im Drei-Schicht-Betrieb. In Neckarsulm wird in den meisten Baureihen im Ein-Schicht-Betrieb produziert. Die Produktion beim A6 und A7 soll nächste Woche auf zwei Schichten hochfahren. Auch beim A8 fährt die Produktion im Juni auf zwei Schichten hoch. Die Montage der A4- und A5-Baureihen soll dort erst nächste Woche im Ein-Schicht-Betrieb beginnen.

 

Mehr Reaktionen der Stadtpolitik zum beschlossenen Corona-Konjunkturpaket im Bund, heute um 18 Uhr in news aktuell.