Ingolstadt will bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Das hat der Stadtrat im Juni 2022 beschlossen. Das schlechte Ranking der Stadt beim bundesweiten „Hitze-Check“ der Deutschen Umwelthilfe ist vielleicht ein Anstoß mehr, gemeinsam aktiv zu werden. Wieso Ingolstadt schlecht abgeschnitten hat und was dagegen helfen kann wissen meine Kolleginnen Paulina Hentschel und Elena Richarz. Sie haben diese Woche bei der Veranstaltung „Klimaspaziergang“ gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden in der Innenstadt Hotspots und kühle Orte in der Stadt analysiert.
Der Spaziergang ist Teil der neuen Veranstaltungsreihe „Klima am Mittag“ und eine Kooperation der Stabsstelle Klima, der Umweltstation Ingolstadt und der Volkshochschule. Die Klimaanalyse der Stadt von 2022 hat gezeigt: Ingolstadt ist zu heiß. Dass Ingolstadt zu viele heiße Orte besitzt, zeigt auch das Ranking im bundesweiten „Hitze-Check“ der Deutschen Umwelthilfe e.V. Hier schneidet Ingolstadt mit Platz zwei der heißesten Städte in Bayern durchaus schlecht ab.
Straßen sollen in Zukunft das Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation, sondern zu Grünflächen an den Seiten leiten. Möglichst viele Bäume und Begrünung soll angelegt werden – in der Stadt ist das aber wegen der Versiegelung kaum möglich. Eben solche Bäume, die innerhalb versiegelter Flächen für Abkühlung und Schatten sorgen sollen, bedeuten einen hohen Wasserverbrauch, weil sie von der Wasserversorgung von unten abgeschnitten sind. Deswegen freut sich die Stadt über „Baumpaten“ aus der Bevölkerung.