Es sei einer der schlechtesten Haushalte der vergangenen 20 Jahre, so der Kämmerer der Stadt Neuburg. Dass jetzt noch einmal über eine Million mehr fehlen als gedacht, ist vor dem Hintergrund nur eine Fußnote. Kein Weltuntergang, aber ein weiterer Dämpfer in ohnehin schwierigen Zeiten. Im Finanzausschuss am Dienstag entbrannten die Diskussionen allerdings über einem anderen Punkt und es zeigt sich: Der Wahlkampf ist endgültig in der heißen Phase angekommen.
In der kommenden Sitzung Ende Januar soll der Neuburger Stadtrat den Haushalt für das laufende Jahr verabschieden. Eigentlich war der schon in trockenen Tüchern, dann meldete sich der Freistaat. Die Schlüsselzuweisungen fallen geringer aus als ursprünglich erwartet.
Größter Diskussionspunkt am Dienstag war allerdings ein anderer. Florian Herold, Fraktionssprecher der Freien Wähler im Stadtrat und OB-Kandidat bei der anstehenden Kommunalwahl hatte im Vorfeld den Antrag gestellt, die Mittel für das Städtebauliche Entwicklungskonzept im Haushalt von 140.000 auf 300.000 Euro zu erhöhen.
Neuburgs OB Gmehling hält dagegen. Das Budget sei mehr als ausreichend. Die Mehrheit des Ausschusses sieht das genauso.